
Verteilungsegalitaristen glauben, dass Verteilungsgerechtigkeit durch den Begriff der Verteilungsgleichheit (DE) erklärt werden kann und dass DE einen intrinsischen Wert hat. Die sozio-relationale Kritik argumentiert, dass der Verteilungsegalitarismus den „wahren“ Wert der Gleichheit nicht berücksichtigt, der vielmehr im Begriff der „Gleichheit als substanzieller sozialer Wert“ (ESV) liegt. Dieser Beitrag untersucht die sozio-relationale Kritik und argumentiert, dass sie fehlschlägt, weil – entgegen der Annahme der Kritik – erstens ESV sich konzeptionell nicht von DE unterscheidet und zweitens die Idee von ESV nicht als „Grundlage” oder „Wurzel” des distributiven Egalitarismus dienen kann.
(Originalsprache Englisch)