Christian Seidel

Christian Seidel

Professor

Christian Seidel ist Professor für Philosophische Anthropologie am Department für Philosophie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Zusammen mit Gregor Betz leitet er CompPhil²MMAE.

Nach dem Studium der Philosophie, Logik & Wissenschaftstheorie, Psychologie, Mathematik und Ökonomie an Universitäten in München, Bologna, Berlin und London und der Promotion in Philosophie in Bern folgten Postdoc-Stationen in Zürich, Erlangen und Münster.

Christian befasst sich in Forschung und Lehre u.a. mit Moraltheorie, Klimaethik, intergenerationeller Gerechtigkeit, Risikoethik, Selbstbestimmung, Moral (und Moralismus) in öffentlichen Diskursen sowie der britischen Moral- und Sozialphilosophie des 19. Jahrhunderts. Seine philosophischen Held:innen sind John Stuart & Harriet Taylor Mill, Henry Sidgwick und Derek Parfit.

Arbeitsgebiete
  • Grundlagenfragen der Moralphilosophie
  • Angewandte Ethik
  • Normen des öffentlichen Diskurses
  • Britische Moral- & Sozialphilosophie des 19. Jh.
Abschlüsse
  • Dr. phil. in Philosophie

    Universität Bern

  • M.Phil. Philosophie, Logik & Wissenschaftstheorie,

  • Vordiplom Psychologie,

  • B.Sc. Mathematik & Ökonomie

    München, Bologna, Berlin, London

Publikationen

Aufsätze

in Zeitschriften

(2019). Zwei (mal zwei) Perspektiven in der Zukunftsethik. Zeitschrift für philosophische Forschung. 73 (1), S. 138–143.

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(2017). Repliken. Zeitschrift für philosophische Forschung. 71 (2), S. 305–313.

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Aufsätze

in Sammelbänden

(2024). Altruismus und Unparteilichkeit. Ein Explikationsvorschlag. In Dagmar Kiesel, Sebastian Schmidt & Thomas Smettan (Hg.), Altruismus. Interdisziplinäre Perspektiven (S. 133–161). Berlin, Heidelberg: J.B. Metzler. https://doi.org/10.1007/978-3-662-69384-1_8

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(2024). Zukunftsvergessenheit. Ein Klärungsversuch. In Petra Gehring & Reinold Schmücker (Hg.), Moral und Zeit (Blaue Reihe, S. –). Hamburg: Meiner. [Im Erscheinen]

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(2024). Hedonismus. In Frauke Höntzsch (Hg.), Mill-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung (S. 273–281). Berlin: J.B. Metzler. https://doi.org/10.1007/978-3-476-05930-7_29

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(2024). Moralischer Intuitionismus. In Frauke Höntzsch (Hg.), Mill-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung (S. 63–77). Stuttgart: J.B. Metzler. https://doi.org/10.1007/978-3-476-05930-7_9

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(Hg.). (2020). Kritik des Moralismus. Eine Landkarte zur Einleitung. In Christian Neuhäuser & christian.seidel (Hg.), Kritik des Moralismus (S. 9–34). Berlin: Suhrkamp. https://www.suhrkamp.de/buch/kritik-des-moralismus-t-9783518299289

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(2020). Wie moralistisch dürfen wir sein? Moralismus als Herausforderung für eine ‚praktische‘ praktische Philosophie. In Christian Neuhäuser & christian.seidel (Hg.), Kritik des Moralismus (S. 206–240). Berlin: Suhrkamp.

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(Hg.). (2019). New Wave Consequentialism. An Introduction (New Wave-Konsequentialismus. Eine Einführung). In christian.seidel (Hg.), Consequentialism: New Directions, New Problems (Oxford Moral Theory, S. 1–28). Oxford/New York: Oxford University Press. https://doi.org/10.1093/oso/9780190270117.003.0001

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(2018). Der Klimawandel als ethische Herausforderung. In Christiane Meyer, Andreas Eberth & Barbara Warner (Hg.), Diercke Weltaltlas: Klimawandel im Geographieunterricht. Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Entwicklung (S. 174–181). Braunschweig: Westermann.

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(2016). The Moral Problem. In Michael Kühler & Markus Rüther (Hg.), Handbuch Handlungstheorie (S. 309–315). Stuttgart: J.B. Metzler. https://doi.org/10.1007/978-3-476-05359-6_35

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(2016). The Costs of Moralizing. How About a ‘Government House Climate Ethics’?. In Clare Heyward & Dominic Roser (Hg.), Climate Justice in a Non-Ideal World (S. 277–295). Oxford/New York: Oxford University Press. https://doi.org/10.1093/acprof:oso/9780198744047.003.0014

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(2013). Two Problems with the Socio-Relational Critique of Distributive Egalitarianism. In Miguel Hoeltje, Thomas Spitzley & Wolfgang Spohn (Hg.), Was dürfen wir glauben? Was sollen wir tun? Sektionsbeiträge des achten internationalen Kongresses der Gesellschaft für Analytische Philosophie e.V. (S. 525–535). Duisburg-Essen: DuEPublico. https://duepublico2.uni-due.de/receive/duepublico_mods_00031200

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(2012). Eigene Gründe – wozu eigentlich? Einige Überlegungen in Richtung einer deflationären Auffassung. In Julian Nida-Rümelin & Elif Özmen (Hg.), Welt der Gründe. Kolloquienbeiträge (Deutsches Jahrbuch Philosophie, 4, S. 986–1004). Hamburg: Meiner.

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(2012). Klimawandel, globale Gerechtigkeit und die Ethik globaler öffentlicher Güter – einige grundlegende begriffliche Fragen. In Matthias Maring (Hg.), Globale öffentliche Güter in interdisziplinären Perspektiven (Schriftenreihe des Zentrums für Technik- und Wirtschaftsethik am Karlsruher Institut für Technologie, 5, S. 179–195). Karlsruhe: KIT Scientific Publishing.

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(2011). Die gute Ethikerin und der Platz der Moral: Zwischen Moralismus und Willensschwäche. In Christoph Ammann, Barbara Bleisch & Anna Goppel (Hg.), Müssen Ethiker moralisch sein? Essays über Philosophie und Lebensführung (S. 85–100). Frankfurt a. M./New York: Campus.

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(Hg.). (2007). Psychisch anders? Überlegungen zu Personsein und Identität. In Florian Steger (Hg.), Was ist krank? Stigmatisierung und Diskriminierung in Medizin und Psychotherapie (S. 31–48). Gießen: Psychosozial Verlag.

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Rezensionen

Bibliographien etc.

(2013). Kommentierte Auswahlbibliographie In Monika Betzler (Hg.), Personale Autonomie, S. 221–226. (mentis anthologien philosophie). Münster: Mentis.

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(2010). Rezension zu Norbert Anwander: Versprechen und Verpflichten. Ethical Theory and Moral Practice. 13 (1), S. 117–119.

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(2008). Rezension zu Stephen Darwall, The Second-Person Standpoint. Zeitschrift für philosophische Forschung. 62 (4), S. 609–614.

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Vorträge

Moral und Moralismus in öffentlichen Debatten: ein moralphilosophischer Blick
Vortrag in der Reihe Colloquium Fundamentale des Projekts MoWiKo (Moralisierungen in der Wissenschaftskommunikation – Ursachen, Formen und Wirkungen) zu Moral und Moralismus in öffentlichen Debatten aus Sicht der Moralphilosophie.
Moral und Moralismus in öffentlichen Debatten: ein moralphilosophischer Blick

Neuigkeiten

Stellenausschreibung: 3 Forschungs-Doktorandenstellen
Das neu gegründete, von der DFG geförderte Projekt „Die Ethik staatlicher Massenüberwachung“ (Leitung: Peter Königs, Christian Neuhäuser, Christian Seidel) schreibt drei Doktorandenstellen für einen Zeitraum von drei Jahren aus. Von diesen drei Stellen werden zwei an der TU Dortmund (Fachbereich Philosophie und Politikwissenschaft) und eine am Karlsruher Institut für Technologie (Fachbereich Philosophie) angesiedelt sein. Die Beschäftigung kann zum frühestmöglichen Zeitpunkt beginnen. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe E 13 TV-L bei 65 % der regulären Arbeitszeit.
Stellenausschreibung: 3 Forschungs-Doktorandenstellen
DFG-Projekt "The Ethics of State Mass Surveillance" bewilligt
CompPhil²MMAE kooperiert mit Alumnus Peter Königs und Christian Neuhäuser von der TU Dortmund in einem von der DFG geförderten Forschungsprojekt. In drei Teilprojekten untersuchen wir die Frage, wie moderne Praktiken staatlicher Massenüberwachung in liberalen Gesellschaften ethisch zu bewerten sind – mit Blick auf (a) das überwachte Individuum, (b) die demokratische Gesellschaft, in der Überwachung stattfindet, und (c) die Technologieunternehmen, die an staatlicher Überwachung mitwirken.
DFG-Projekt "The Ethics of State Mass Surveillance" bewilligt
DFG-Netzwerk "Methoden Praktischer Ethik" bewilligt
CompPhil²MMAE ist an einem von der DFG geförderten Wissenschaftliches Netzwerk zu “Methoden Praktischer Ethik” beteiligt. Das Netzwerk wird moralphilosophische Methoden in angewandten ethischen Kontexten (wie KI, Datenschutz, Klimawandel etc.) untersuchen und die Rolle von Ethiker:innen in den entsprechenen öffentlichen Diskursen reflektieren.
DFG-Netzwerk "Methoden Praktischer Ethik" bewilligt