
Da Algorithmen die Entscheidungen, die wir treffen, prägen, geraten traditionelle Annahmen über Autonomie und Entscheidungsfindung unter Druck. Indem sie kuratieren, was sichtbar, relevant oder empfohlen ist, spielen algorithmische Ergebnisse eine prägende Rolle für menschliche Überlegungen und Handlungen. Diese Entwicklungen werfen bekannte, aber ungelöste philosophische Fragen auf: Was bedeutet es, autonom zu handeln und zu denken in Kontexten, die durch Algorithmen vermittelt werden? Wie beeinflussen algorithmische Umgebungen die Untersuchung oder Entscheidungsfindung? Was sind die Implikationen für die demokratische Autonomie? Und wie sollen wir all dies normativ bewerten?
Dieser Workshop zielt darauf ab, diese Fragen im Rahmen der Philosophie der Autonomie, der Ethik der KI, der sozialen Erkenntnistheorie und der politischen Philosophie zu untersuchen. Wir begrüßen Beiträge, die sich mit konzeptionellen Grundlagen befassen, normative Bewertungen vornehmen, epistemische Dynamiken in algorithmischen Umgebungen analysieren und über deren institutionelle oder gesellschaftliche Implikationen reflektieren.
Diese Veranstaltung ist Teil des DFG-Projekts “Die Ethik der staatlichen Massenüberwachung.”
Für Anfragen kontaktieren Sie bitte die Organisatoren unter alina.jacobs@kit.edu.